Nachdem die Inspiration auf den ersten beiden Felix Kramer-Alben »Wahrnehmungssache« (2018) und »Alles gut« (2020) noch hörbar von den Klassikern kam, haben Leonard Cohen, Joni Mitchell und Jacques Brel als offensichtlicher Einfluss seit seinem dritten Album »Oh wie schön das Leben is« ausgedient.
Man spürt zwar durchaus, dass der studierte Gitarrist Kramer die klassische Songwriterschule durchlaufen hat, dass er außerdem Komposition studiert hat und also ziemlich genau weiß, was er macht, aber er übersetzt die solchermaßen gewonnen Erkenntnisse überaus originell und individuell. Allzu offensichtliche Refrains hat Kramer hinter sich gelassen, er verbindet Folk-Gitarren mit Drum-Machines und Einflüssen von Musikern wie Mac Miller, mischt Sprechgesang mit gesungenen Passagen.
An diesem Abend wird auch der ein oder andere Vorbote auf das neue, sich in Produktion befindliche vierte Album wird zu hören sein.
Gefühlvolle emotionale mitreißende Musik, eine Naturgewalt die aufgrund der Ehrlichkeit und der Authentizität durch Mark und Bein geht-sei es mit seiner Band, als natürlich auch solo mit Gitarre!
Diesen Mann sollte man sich live nicht entgehen lassen-klare Empfehlung!!
A.Schug